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Die Dorfkirche

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Kirche_2011

 

Bereits 1346 wurde eine Kirche in unserem Dorf erwähnt. Deren Aussehen wich deutlich von dem ab, was heute als Wahrzeichen von Petershain bezeichnet werden kann. Im Laufe der Jahrhunderte wurde an diesem Gebäude immer wieder erweitert und verändert. Nicht nur Eingänge und Fenster wurden vermauert und an anderer Stelle im Stil der Zeit wieder eingebaut. Selbst das Kirchenschiff hat manchen Umbau erfahren.

Der vorläufig letzte große Eingriff in das äußere Erscheinungsbild begann 1724/25. Damals wurde das ursprünglich rechteckige Kirchenschiff nach Osten hin um ca. 4,50 Meter verlängert. Dabei entstanden die herausgerückten Ecken hinter dem Altar. Außerdem erhöhten unsere Vorfahren die Ringmauern und bauten die barocken Fenster ein.

Neun Jahre später nahm man sich den Turm vor. Seine ursprüngliche Höhe wird noch heute durch die Grenze zwischen Feldstein- und Backsteinmauerwerk angezeigt. Den Turm erhöht man deutlich und die ursprüngliche einfache Haube wurde durch die eindrucksvolle barocke Spitze ersetzt.

In den Jahren danach gab es so manche Katastrophe. 1830 warf ein Sturm die Spitze auf das Kirchendach und 1935 brannte der Turm aus. Aber immer wieder stellte man alles entsprechend des barocken Vorbildes wieder her. Heute schwebt an der Spitze, in fast 40 Metern über dem Kirchhof, der brandenburgische Adler. 1937 wurde ein neuer Eingang von Westen durch den Turm geschaffen. Damals mussten auch, die durch den Brand zerstörten Glocken, durch die heutigen Stahlglocken aus Lauchhammer ersetzt werden.

Bereits 1815 wurde eine Orgel erwähnt. Heute erklingt zu Gottesdiensten und anderen Anlässen eine Heinze-Orgel aus dem Jahre 1905. Im Altarraum ist ein prunkvolles Epitaph aus dem Jahre 1750 sehenswert.

  Detail am Altar

Aus vorreformatorischer Zeit haben sich 2 Holzbildwerke (ein Evangelist und Maria mit Anna), wahrscheinlich Reste eines früheren Altars, erhalten. Im Gegensatz zum Taufbecken aus dem Jahre 1653 sind diese und die Bibel aus dem Jahre 1702 aber nicht in der Kirche zu besichtigen.

epitaph 01 taufst  

Da wir der Meinung sind, dass unsere Dorfkirche heute zu den schönsten der Niederlausitz gehört, wird sie bereits seit Jahren in der Advents- und Weihnachtszeit angestrahlt.

 

 Text und Fotos: Udo Kittan

 

 


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